Es ist Zeit für eine neue Generation von Online-Präsenz

4.0 wird nach jahrelangem Gebrauch in der Industrie-Digitalisierung ja mehr oder weniger langsam zum Unwort. Gleichwohl möchten wir es hier in Bezug auf die Web-Präsenz eines Unternehmens nochmal aufnehmen, um zumindest den Grundgedanken unserer Überlegungen aufzuzeigen, wie ein Mittelständler den Kunden ansprechen muss, um dessen Motive zu bedienen. Denn – spricht jemand davon, dass es Zeit ist für eine neue Generation von Online-Präsenz, dann macht es Sinn, die Entwicklung als Gesamtes ins Auge zu fassen, um den nächsten Entwicklungsschritt einordnen zu können.

Homepage 1.0 – Die Web-Visitenkarte

In der Frühzeit der Internetpräsenzen was das die Grundanforderung. Gefunden werden wurde gleichgesetzt mit „die Visitenkarte“ zu hinterlassen. Gerade für kleine und mittlere Betriebe, deren technischste Errungenschaft ein Fax war, bekamen hier die Gelegenheit, die Visitenkarte zu hinterlegen, auf der alle relevanten Daten hinterlegt waren. Diese Funktion wird heute auskömmlich durch Google-MyBusiness abgedeckt.

Homepage 2.0 war die Angeber-Website – Man ist so groß, wie man sich darstellt

Es hielt die Meinung Einzug, dass Internet alters- und klassenlos ist. Du kannst mit den ganz Großen mitspielen, wenn Du Dich nur so darstellst. Diese Generation hat etwas von den Lkw´s, die man mit der WagenNr: 533 auf der Autobahn sieht. Das Entstehen von Bewertungsseiten klärte hierzu sehr schnell auf.

Homepage 3.0 ist die Informations-Website- Wir erklären Dir genau, wie es geht

Diese Generation beschreibt die heute vielfach anzutreffende Form der Web-Präsenzen. Es gilt, dem Kunden Mehrwert über Information zu bieten, ihn über raffinierte Methodiken von Produkt zu Produkt zu konvertieren. Ihn reif zu machen für das Produkt. Und damit sind wir auch schon beim Kern. Es geht letztlich um das Produkt, nicht um den Kunden. Ich höre jetzt schon den Aufschrei! Doch – wie anders ist zu erklären, dass man sich sehr viel Mühe mit FAQ´s gibt. Es gibt Konzerne, die festgestellt haben, dass ihre FAQ´s so derartig gut sind, dass der Kunde sich informiert, aber nicht mehr kauft, weil er das Produkt auf der Webseite aus den Augen verloren hat. Oder anders gesagt: Niemand kommt bei Wikipedia auf den Gedanken, dass dort ein Produkt zu kaufen ist.

Und wenn der Kunde ein Produkt gekauft hat, dann gilt: „Support made by Kunden“. Oder man installiert eine User-Community, bei der man noch ein oder zwei eigene Mitarbeiter einsetzt, um im Sumpf gefährlichen Halbwissens der selbsternannten Experten Schlimmeres zu verhindern. Wenn es persönlicher werden soll, setzt man auf Chat-Bots. Kauf mein Produkt, aber lass mich in Frieden. Anders lässt sich das nicht beschreiben. Aus der Sicht der Digitalisierer ist das nur allzu verständlich. Warum mit einem Kunden reden, wenn das auch eine Maschine für mich kann. Ja warum?

Homepage 4.0 wird die Problemlösungswebsite – Du hast ein Problem – wir die Lösung!

Es ist schon bezeichnend, dass in einer Zeit, in der eine Pandemie die vorgenannte Digitalisierung treibt eine neue Diskussion aufkommt: „Kundenzentrierung!“ Man möchte sich die Augen reiben. Seit Jahrzehnten erklärt man den Arbeitnehmern – zumindest im Mittelstand, dass es der Kunde ist, welcher die Löhne letztlich bezahlt und nun endlich ist er entdeckt? Waren all die Appelle, ja nur im Dienste des Kunden zu arbeiten schlicht falsch? Doch das ist ein eigener Blogbeitrag. Wir wollen vielmehr ergründen, warum das so ist. Nun – die Suchmaschinenbetreiber haben aus schierem Eigennutz in den letzten Jahren sehr viel Energie darauf verwendet zu ergründen, was der Nutzer meint, wenn er einen ohne Kontext kauf zu verstehenden Text in die Suchmaschine eingibt. Heute wissen die Suchmaschinen aufgrund von Profildaten sehr genau, welches Problem der User hat. Und abhängig davon bei entsprechender Präsenz und Werbemitteleinsatz auch, wer idealer Weise für die Lösung dieses Problems in Frage kommt. Dies gilt in besonderem Maße für den Mittelstand. Dieser hat seine Daseinsberechtigung schon immer aus der Lösung von Problemen bezogen und weniger aus der maximalen Skalierbarkeit von Produkten. Und so muss auf den Trend zur Kundenzentrierung doch logischer Weise auch die Web-Präsenz von der Perspektive auf das „zu konvertierenden Objekt“ hin zum „einen Problemlöser suchenden Menschen“ gelegt werden. Oder anders gesagt: Wenn der Nutzer sein Problem in Echttext in eine Suchmaschine schreibt, dann wäre es doch extrem sinnig, wenn er auf eine Problemlösung auf der Web-Präsenz trifft. Wenn also Nutzersuche und Webpräsenz synchronisiert werden.

Keyword ist nicht gleich Problem

Ganz wichtig hierbei: Ein Keyword beschreibt nicht unbedingt das Problem des Nutzers! Eine Keyword-Recherche und die Einbringung entsprechender Keywords greift hier zu kurz. Man muss sich – und das ist neu – über menschliche Motive seiner Kunden klarwerden. Daher werden Webseiten der nächsten Generation in dem Maße erfolgreich sein, wie sie diese Motive aufgreifen und schnell auf die Problemlösung zu sprechen können.

Sie möchten über Homepage 4.0 mehr wissen? Dann lassen Sie uns reden! richter@1a-digital.com

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